Tüfteln an Treptow

Ich werde oft gefragt, wie ich denn auf die Rezepturen so komme. Aktuell arbeite ich an „Treptow“.

Der Prozess dauert meistens ziemlich lange. Schließlich muß ich mich dem fertigen Produkt auf zwei sehr unterschiedlichen Wegenannähern: einem kognitiv-sprachlichen und einem sinnlich-geschmacklichen. Seit Juli letzten Jahres recherchiere ich  über „Treptow,“ die Geschichte des Stadtteils, die  Bevölkerungszusammensetzung, stark vertretene kulinarische Traditionen,wichtige Persönlichkeiten, markante Gebäude, interessante Ereignisse,  Parks und andere geographische Besonderheiten, auch Kuriosa – und tüftele an der Rezeptur. 

Was, welche Ingredienzen könnten Elemente von „Treptow“ geschmacklich wiedergeben? Und wie harmonieren diese dann in welcher Dosis miteinander? Wie hoch sollte der Kakaoanteil sein? 

Im November hatten meine Manufaktur, Edelmond, und ich schon mal eine ganz tolle Kreation, die herbe und fruchtige Elemente wunderbar vereinte. Aber sie passte einfach nicht so ganz zu „Treptow“.

Also weiter gemacht.

Im Moment gibt es fünf verschiedene „Entwürfe“, es sei schon mal verraten, dass Rote Beete, Bärlauch und vielleicht auch Birnedabei sein. 

Beim Probieren ist es mir wichtig, eine Weile zuvor nichts gegessen zu haben (ich spreche von Zeiträumen von eine halbe Stunde bis Stunde oder so),schon gar nicht etwas, das den Geschmack nachhaltig überlagern könnte. Ein Glas Wasser trinke ich immer vor dem Probieren.Zähneputzen mit menthol- bzw. pfefferminzhaltiger Zahnpasta unmittelbar vor dem Genuss vermeide ich auch. Aber es gibt ja mentholfreie, geschmacklich neutralere Zahnpasten. 

Tja, wie „Treptow“ am Ende genau schmecken wird? Ich hoffe, dies demnächst zu wissen. Wenn alles klappt, gibt es „Treptow“ dann zu Ostern.